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Haben wir als Eltern versagt, wenn unser Kind süchtig wird?


Als Eltern fühlt man sich oft verantwortlich für das Wohlbefinden und die Entscheidungen seiner Kinder. Wenn unser Kind Drogen nimmt oder alkoholabhängig wird, stellen wir uns zwangsläufig die Frage: "Haben wir als Eltern versagt?" Dieses Gefühl der Hilflosigkeit kann überwältigend sein, besonders wenn man mit dem Stigma und der Ausgrenzung konfrontiert wird, die mit Suchtverhalten einhergehen. Diese Probleme betreffen alle Schichten der Gesellschaft und sind nicht auf bestimmte Gruppen beschränkt.




Der emotionale Druck und die gesellschaftlichen Erwartungen

Alkoholsucht und Drogensucht sind Themen, die häufig in Familien vorkommen und ähnliche Gefühle der Scham und Verurteilung auslösen. Der Druck, was andere denken könnten, kann zu einem lähmenden Schweigen führen. Dieses Schweigen verstärkt die Ausgrenzung und behindert den Zugang zu notwendiger Hilfe.

Gesellschaftliche Erwartungen spielen eine große Rolle bei der Wahrnehmung von Sucht in der Familie. Eltern fühlen sich oft von der Vorstellung erdrückt, dass sie für das Verhalten ihrer Kinder allein verantwortlich sind. Diese Vorstellung kann besonders belastend sein, wenn man das Gefühl hat, im Vergleich zu anderen Familien zu scheitern.

Auswirkungen auf Partnerschaften und das Berufsleben

In Partnerschaften können diese Herausforderungen zu Versagensängsten und Spannungen führen. Häufig belastet die Sorge um das Kind auch die Beziehung zwischen den Eltern. Hinzu kommt, dass der Erfolg im Berufsleben manchmal das Gefühl verstärken kann, dass man auch im Privatleben alles perfekt meistern muss. Dies kann zu zusätzlichen Stressfaktoren und inneren Konflikten führen.

Die komplexe Natur der Sucht

Es ist wichtig zu erkennen, dass Suchterkrankungen komplexe Probleme sind, die nicht einfach auf ein vermeintliches elterliches Versagen reduziert werden können. Genetik, soziale Umwelt, individuelle psychische Faktoren und viele andere Elemente spielen eine Rolle bei der Entwicklung von Suchtverhalten.

Schritte zur Bewältigung und Heilung

Anstatt in Selbstvorwürfen zu versinken, muss man aktiv werden. Akzeptanz ist der erste Schritt – Akzeptanz der Situation und der eigenen Gefühle. Hier sind einige konkrete Schritte, die Eltern unternehmen können:

  1. Information und Bildung: Lernen Sie über die Natur der Sucht und die Faktoren, die dazu beitragen. Verstehen Sie, dass es sich um eine Krankheit handelt, die professionelle Behandlung erfordert.

  2. Offene Kommunikation: Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über seine Probleme, ohne Vorwürfe zu machen. Zeigen Sie Verständnis und Bereitschaft zu helfen.

  3. Suche nach professioneller Hilfe: Wenden Sie sich an Therapeuten, Selbsthilfegruppen oder spezialisierte Beratungsstellen. Diese können nicht nur Ihrem Kind, sondern der ganzen Familie Unterstützung bieten.

  4. Selbsthilfe und Unterstützung: Es ist wichtig, dass auch Sie als Eltern Unterstützung finden. Selbsthilfegruppen für Angehörige können eine wertvolle Ressource sein, um eigene Ängste und Sorgen zu teilen und zu verarbeiten.

  5. Selbstfürsorge: Vergessen Sie nicht, sich selbst zu pflegen. Nur wenn Sie selbst stark und gesund bleiben, können Sie Ihrem Kind effektiv helfen.

Unterstützung vor Ort

Gern unterstütze und berate ich vor Ort in meiner Praxis. Neben Gesprächstherapie biete ich auch Hypnose an, um tiefere Ebenen des Unterbewusstseins zu erreichen und Heilungsprozesse zu unterstützen. Gemeinsam können wir Wege finden, die Herausforderungen zu bewältigen und das Wohlbefinden Ihrer Familie zu stärken. Die Kombination aus Gesprächen und Hypnose kann helfen, die Situation klarer zu sehen und die notwendigen Schritte zur Heilung einzuleiten.

Heilkundliche Praxis

Katrin Eilenberger






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Guest
Jul 04
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Deine Ratschläge und Empfehlungen sind unglaublich wertvoll und geben Mut

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