In Liebe loslassen - Teil 3 - Ein Raum für dich
- Katrin Eilenberger

- vor 3 Minuten
- 1 Min. Lesezeit
Irgendwann verstand ich:
Ich brauche einen Raum,
in dem ich nicht funktionieren muss.
Einen Raum ohne Urteil.
Ohne schnelle Lösungen.
Ohne das Gefühl, versagt zu haben.
Einen Raum, in dem ich sagen darf:
„Ich weiß nicht weiter.“
„Ich habe Angst.“
„Ich bin erschöpft.“
Ein Raum, in dem Geschichte nicht bewertet wird.
In dem Adoption nicht erklärt werden muss.
In dem ADHS nicht als Störung abgestempelt wird.
In dem Sucht nicht moralisch verurteilt wird.
Sondern verstanden.
Meine Geschichte hat mich nicht perfekt gemacht.
Sie hat mich wach gemacht.
Sie hat mir gezeigt,
dass Veränderung nicht beginnt,
wenn alles leicht ist.
Sie beginnt,
wenn Ehrlichkeit größer wird als Scham.
Heute weiß ich:
Ich kann begleiten, ohne zu kontrollieren.
Ich kann Grenzen setzen, ohne kalt zu werden.
Ich kann loslassen, ohne zu verlieren.
Und vielleicht ist genau das meine Aufgabe:
Dass meine Geschichte
nicht nur meine bleibt.
Sondern Deine Chance wird.
Die Chance, früher hinzusehen.
Sanfter mit Dir zu sein.
Klarer zu handeln.
Und Dir selbst einen Raum zu erlauben.
Einen Raum für Dich.
Ohne Augenwischerei.
Achtsam.
Wertfrei.
Denn manchmal beginnt alles damit,
dass jemand den Mut hat zu sagen:
„So war es bei mir.
Und es darf bei Dir anders weitergehen.“





Kommentare