Dein Atem als Anker – eine kleine Übung für unruhige Momente
„Atme doch einfach mal tief durch.“
Vielleicht hat dir das jemand gesagt, als du gerade völlig aufgelöst warst. Und vielleicht hat es dich eher wütend gemacht als ruhiger. Weil tief durchatmen in diesem Moment einfach nicht ging.
Ich verstehe das gut. Und trotzdem möchte ich dir heute zeigen, warum dein Atem einer der besten Verbündeten ist, die du hast. Nicht als Befehl. Sondern als Einladung.
Warum gerade der Atem?
Dein Atem ist etwas Besonderes. Er läuft von allein, ohne dass du daran denken musst. Und gleichzeitig kannst du ihn bewusst beeinflussen.
Damit ist er eine Brücke zwischen dem, was automatisch in dir passiert, und dem, was du selbst gestalten kannst.
Dein Atem ist immer da. Auch in den Momenten, in denen du dich selbst verloren hast.
Was im Nervensystem passiert
Wenn wir gestresst oder ängstlich sind, wird der Atem meist schneller und flacher. Er rutscht in die Brust. Das ist ein Signal an den Körper: Achtung, Gefahr.
Umgekehrt funktioniert es auch. Ein ruhiger Atem, besonders ein verlängertes Ausatmen, kann dem Nervensystem signalisieren: Du darfst langsamer werden. Es ist gerade sicher genug.
Viele Menschen erleben schon nach wenigen Atemzügen eine kleine Veränderung. Nicht immer eine große. Aber oft genug, um wieder einen klareren Gedanken fassen zu können.
Die Übung: Ankommen im Ausatmen
Diese Übung kannst du überall machen. Im Auto, im Wartezimmer, vor einem schwierigen Gespräch oder nachts im Bett.
Setz oder leg dich so hin, dass dein Körper getragen wird. Spüre den Kontakt zum Boden oder zum Stuhl.
Leg, wenn du magst, eine Hand auf deinen Bauch. Atme ganz normal und beobachte nur, wie sich die Hand bewegt.
Atme nun sanft durch die Nase ein und zähle dabei langsam bis vier.
Atme durch den leicht geöffneten Mund aus und zähle dabei bis sechs. Als würdest du eine Kerze nur zum Flackern bringen.
Wiederhole das fünf- bis zehnmal. Ohne Druck. Wenn vier und sechs zu lang sind, nimm drei und fünf.
Lass den Atem danach wieder frei fließen und spüre nach: Was hat sich verändert?
Wichtig ist nicht, dass du es perfekt machst. Wichtig ist nur, dass das Ausatmen etwas länger ist als das Einatmen. Wenn dir schwindelig wird, hör auf und atme wieder ganz normal.
Du musst die Unruhe nicht wegmachen. Du darfst ihr nur einen ruhigen Atem zur Seite stellen.
Wenn die Unruhe tiefer sitzt
Manchmal reicht eine Atemübung allein nicht. Wenn Unruhe, Panik oder Schlaflosigkeit dich über lange Zeit begleiten, lass das bitte auch ärztlich abklären. Meine Arbeit ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, kann sie aber unterstützen.
In meiner Praxis verbinde ich die Arbeit mit dem Atem oft mit Hypnose, Hypno-Massage oder craniosacraler Energiearbeit. Dabei kann dein Nervensystem tiefer erfahren, wie sich Sicherheit anfühlt. Und diese Erfahrung kannst du dann mit in deinen Alltag nehmen – dein Atem erinnert dich daran.
Nicht als Technik, die funktionieren muss. Sondern als Ort, an den du zurückkehren kannst.
Dein Anker für heute
Vielleicht probierst du die Übung heute Abend einmal aus. Nur ein paar Atemzüge. Ganz ohne Erwartung.
Und wenn du merkst, dass du dir mehr Halt wünschst, bist du herzlich eingeladen, mich in meiner Praxis in Rodewisch zu besuchen. Wir finden gemeinsam heraus, was dein Nervensystem braucht.
Buchtipp: „In Liebe loslassen“
In meinem Buch „In Liebe loslassen – Die Hoffnung stirbt doch nicht zuletzt“ (gemeinsam mit Jafeth Mariani) erzähle ich meine wahre Geschichte als Adoptivmutter – von bedingungsloser Liebe, von Überforderung, Schuld und Scham und von der Erkenntnis, dass Loslassen nicht bedeutet, dass die Liebe endet.
Mit psychologischen Impulsen zu Bindung, Herkunft und Resilienz, kurzen Reflexionen und behutsamen Übungen.
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Egal, ob du emotionale Klarheit gewinnen möchtest, deinen Körper und Geist in Einklang bringen willst oder dich für Hypno-Massage und craniosacrale Energiearbeit interessierst – ich begleite dich auf deinem Weg.
📍 Praxis: Am Südhang 2, 08228 Rodewisch
📲 Mobil: 0173 59 42 015
☎️ Festnetz: 03744 3648604
📧 E-Mail: info@katrineilenberger.de






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